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Newsletter März

Wann haben Sie zuletzt von sich selbst oder anderen gehört: "Gib nicht auf"? In Zeiten der "intoleranten Toleranz" kommt es uns manchmal so vor, als dürften wir unter keinen Umständen unsere Träume begraben. Wer ein Ziel hat, der darf es auch haben. Der muss es auch verfolgen und zwar unter allen Umständen. Facebook, Instagram & Co. tragen mit ihren schillernden Vorbildern eines perfekten und frei gestalteten Lebens zur Etablierung eines neuen Druckmittels ein: der Selbstverwirklichung. Wer sich selbst nicht treu ist, führt kein lebenswertes Leben und verpasst so einiges.

Das macht uns nicht nur ein enorm schlechtes Gewissen, wir versuchen auch verzweifelt, dass niemand von unserer Unzulänglichkeit erfährt. Keiner darf wissen, dass Sie seit Jahren keinen Urlaub mehr gemacht haben, dass Sie sich das neue Haus noch immer nicht leisten können und die Chefetage trotz Höchstleistungen bisher nicht erreicht haben. Die wütende Gesellschaft verlangt Vergeltung und Sie wissen genau: ich darf nicht versagen. 
 
Die wahren Helden werden indes dafür gefeiert, ihre Träume über ihre Pflichten zu stellen. Kollegen werfen sich gegenseitig vielsagende Blicke zu und man vernimmt Sätze wie "Hast du gehört? Die Annette macht jetzt ein Sabbatical und zwar auf Bali!" oder "Der Klaus aus dem Einkauf hat gekündigt und macht eine Weltreise! Beneidenswert!"

Mit der wachsenden Bewunderung für die einen schrumpft die Akzeptanz für die anderen. Die anderen, das sind diese, die "ganz normal" leben. Die nicht jedes Ziel verfolgen und die Träume einfach Träume sein lassen. Die manchmal sogar einfach aufgeben. Schnell wird man der Feigheit bezichtigt, energisch dazu aufgefordert, nun doch endlich mal das Projekt zu Ende zu bringen, doch endlich den Marathon zu laufen, für den man schon so lange trainiert hat. Die Reise zu machen, die man sich doch nun wirklich verdient hat nach der harten Arbeit. 

An dem Punkt, an dem Ihnen klar wird, dass man Sie in die Enge getrieben hat und Sie sich nunmehr wirklich wie ein Verlierer fühlen, sollten Sie innehalten. Kann es richtig sein, dass meine Träume wie ein Stapel Akten vor mir liegen und mich anschreien, ich möge sie doch endlich bearbeiten? Nein. Sie sind Ihren Träumen nicht verpflichtet. Ihre Träume sind nicht Ihr Chef. Ziele zu ändern, zu überdenken, aufzugeben oder neu zu stecken ist erlaubt. Und allein Sie müssen Ihr Einverständnis dazu geben. 

Stecken Sie Ihre Träume nicht in einen Anzug. 

Viel Spaß beim selbst Entscheiden - und bei der Lektüre! 

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