09. Februar 2012
Partnerinterview zum Thema Online-Training zur Rauchentwöhnung mit Thomas Leitert von SQUIN
In Deutschland rauchen laut der World Health Organisation etwa 25% der Bevölkerung und jährlich sind zwischen 110.000 bis 140.000 Todesfälle auf das Rauchen zurückzuführen. Herr Leitert erklärt, welche Potentiale das Online-Präventionstraining SQUIN aufweist und wie damit ein langfristiger Erfolg gesichert werden kann.
Der Einfluss der Medien auf unsere Gesellschaft ist stark gewachsen. Vor allem Online- und Mobile-Tools des Web 2.0 verzeichnen hohe Nutzungsraten. Welche Rolle spielt diese Entwicklung für das Betriebliche Gesundheitsmanagement und inwiefern können diese Online-Tools bei der Rauchentwöhnung helfen?
Leitert: Die hohen Nutzungsraten der Online und Mobile-Tools des Web 2.0 spielen eine entscheidende Rolle für das Betriebliche Gesundheitsmanagement, insbesondere für die Rauchentwöhnung. Im Jahr 2011 waren 73% der Deutschen über 14 Jahren online. Das entspricht einem Wachstum zum Vorjahr von fast 4% (2010: 69,4%). 35% aller Internet-Nutzer sind in Web 2.0-Anwendungen aktiv. In Deutschland rauchen laut der World Health Organisation etwa 25% der Bevölkerung und jährlich sind zwischen 110.000 bis 140.000 Todesfälle auf das Rauchen zurückzuführen. Trotz der gravierenden gesundheitsschädlichen Folgen und obwohl fast die Hälfte aller Raucher mit dem Rauchen aufhören will, werden vor-Ort-Rauchentwöhnungstrainings von nur etwa 0,5% aller Raucher genutzt.
Die Hauptgründe hierfür liegen in der zeitlichen und örtlichen Gebundenheit. Viele Raucher können Vor-Ort-Kurse aufgrund anderer Verpflichtungen und der immer flexibler werdenden Tagesabläufe schlicht weg nicht wahrnehmen. Aber auch die Scham und Angst, von anderen stigmatisiert zu werden, hindert Raucher daran, an Vor-Ort-Programmen zur Rauchentwöhnung teilzunehmen.
In beiden Fällen bieten onlinebasierte Programme völlig neue Freiheiten. Gegenüber herkömmlichen Angeboten ist das Online-Training zur Rauchentwöhnung SQUIN zeitlich und örtlich unabhängig – gleichzeitig werden alle Gruppenvorteile genutzt. Zudem wird dem Teilnehmer beispielsweise durch die Nutzung eines Pseudonyms und durch weitere Einstellungen die Möglichkeit gegeben, selbst zu entscheiden, ob und wie viel er von seiner Suchtproblematik preisgeben möchte.
Neben dem niederschwelligen Zugang bietet das Medium Unterstützungsmöglichkeiten, die bei Vor-Ort-Terminen aus wirtschaftlichen Gründen undenkbar wären: Zum Beispiel kann sich der Teilnehmer nach dem Kern-Training neun weitere Monate in seiner Rauchfreiheit unterstützen lassen oder zusätzliche Angebote, wie ein Achtsamkeitstraining nutzen, ohne dass weitere Kosten entstehen. Hierdurch wird die langfristige Erfolgsquote deutlich angehoben.
[» Komplettes Interview | .pdf (200kb)]




